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  • HOMENATGE AL MISTERI D’ELX
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HOMENATGE AL MISTERI D’ELX
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Infos

Reference: AV9836

  • La Capella Reial de Catalunya
  • Jordi Savall

Die geistig-kulturelle Indentifizierung eines Volkes durch die Liebe und Verehrung der Jungfrau Maria, das Geheimnis ihres Todes und der Himmelfahrt, sind die wesentlichen Antriebskräfte, die zur Schaffung des herrlichen Werks “Misteri d’Elx” führten. Ähnlich dem in Katalonien, Valencia und vor allem auf Mallorca so tief verwurzelten, jahrtausendalten “Cant de la Sibil·la”, haben wir es bei diesem sakral-lyrischen Opus mit einem der wenigen und außerordentlichen Beispiele eines überwältigend schönen musikalischen Kulturzeugnisses zu tun, das sich über die Jahrhunderte hinweg dank dem Willen, der Tradition und der inbrünstigen Hingabe eines ganzen Volkes lebendig erhalten hat. Wir stehen vor jenem “grundlegenden Leitgedanken”, den Jean-Marie Domenach so trefflich in seinem Werk Europe: le défi culturel beschreibt (Europa – die kulturelle Herausforderung): “Ehrlich gesagt liegt die Bedeutung der Kultur nicht so sehr im Reichtum des Kulturguts, als in der Art und Weise, wie dieses geschätzt wird und das hat zur Voraussetzung, dass der Wille [es lebendig zu erhalten] vorhanden ist… Das ist also der grundlegende Gedanke: der Wille, der es ermöglicht, eine Kultur mit Leben zu erfüllen, muß von dieser Kultur selbst, ihrer Tradition und ihren Wertvorstellungen ausgehen”.

Zusätzliche Informationen
Intèrprets

Montserrat Figueras, Arianna Savall
Lluís Vilamajó, Pascal Bertin
Lambert Climent, Francesc Garrigosa, Daniele Carnovich
La Capella Reial de Catalunya
Dirección: Jordi Savall

Informació

Data i lloc de gravació : a la Cole·lgiata del Castell de Cardona (Catalunya) desembre 2003, gener i febrer 2004

Llista de Temes

HOMENATGE AL MISTERI D’ELX
La Vespra

1. [Himne processional (s. XV) instr.]
2. MARIA: Germanes mies
3. MARIES: Verge i Mare de Déu
4-8. MARIA: Ai, trista vida corporal
9. MARIA: Gran desig m’ha vengut al cor
10-13. ÀNGEL: Déu vos salve Verge Imperial
14-15. MARIA: Angel plaent e illuminós
16-18. ÀNGEL: Los apòstols assí seran
19. SANT JOAN: Saluts, honor e salvament
20-21. MARIA: Ai, fill Joan e amich meu
22-26. SANT JOAN: Ai, trista vida corporal
27-28. SANT PERE: Verge humil flor d’honor
29-31. APÒSTOLS: Oh, poder de l’Alt Imperi
32-33. APÒSTOLS I MARIES: Salve Regina princesa
34. SANT PERE: Oh, Déu valeu! y què és assò.
35. MARIA: Los meus cars fills, puix sou venguts
36-37. APOSTOLS: Oh, cos sant glorificat
38-40. ÀNGELS (ARACELI): Esposa e Mare de Déu
41. [Himne processional (s. XV). instr.]

MARIA: Montserrat Figueras ÀNGEL: Arianna Savall
SANT JOAN: Lluís Vilamajó SANT PERE: Pascal Bertin
APÒSTOLS (Ternari): Lambert Climent, Francesc Garrigosa, Daniele Carnovich

La Capella Reial de Catalunya
Dirección: Jordi Savall

Revisión y versión musical: Jordi Savall

Categoria

Catàleg complet

Beschreibung

Die geistig-kulturelle Indentifizierung eines Volkes durch die Liebe und Verehrung der Jungfrau Maria, das Geheimnis ihres Todes und der Himmelfahrt, sind die wesentlichen Antriebskräfte, die zur Schaffung des herrlichen Werks “Misteri d’Elx” führten. Ähnlich dem in Katalonien, Valencia und vor allem auf Mallorca so tief verwurzelten, jahrtausendalten “Cant de la Sibil·la”, haben wir es bei diesem sakral-lyrischen Opus mit einem der wenigen und außerordentlichen Beispiele eines überwältigend schönen musikalischen Kulturzeugnisses zu tun, das sich über die Jahrhunderte hinweg dank dem Willen, der Tradition und der inbrünstigen Hingabe eines ganzen Volkes lebendig erhalten hat. Wir stehen vor jenem “grundlegenden Leitgedanken”, den Jean-Marie Domenach so trefflich in seinem Werk Europe: le défi culturel beschreibt (Europa – die kulturelle Herausforderung): “Ehrlich gesagt liegt die Bedeutung der Kultur nicht so sehr im Reichtum des Kulturguts, als in der Art und Weise, wie dieses geschätzt wird und das hat zur Voraussetzung, dass der Wille [es lebendig zu erhalten] vorhanden ist… Das ist also der grundlegende Gedanke: der Wille, der es ermöglicht, eine Kultur mit Leben zu erfüllen, muß von dieser Kultur selbst, ihrer Tradition und ihren Wertvorstellungen ausgehen”. In unserem Fall finden wir neben dem Reichtum eines Kulturguts ein Volk, das sich fähig gezeigt hat, dieses Gut zu schätzen und zu wahren, ein “kollektives Projekt” und der Wille, es über die Generationen hinweg lebendig zu erhalten. So wird es möglich, dass eine ursprüngliche Kultur bewahrt wird und sich in unserer Gegenwart voll und ganz entfalten kann, auf der Grundlage ihrer Tradition und der ihr innen wohnenden Werte.

Deshalb ist die emblematische Auszeichnung durch die UNESCO, die im Jahr 2001 das sakral-lyrische Opus “Misteri d’Elx” zum Mündlich überlieferten, immateriellen Weltkulturgut erklärt hat, die wohlverdiente Würdigung eines ganzen Volkes, das es verstanden hat, die Erinnerung an eine jahrhundertealte Tradition lebendig zu erhalten. Endlich wurde somit auch ein musikalisches Werk, das im wesentlichen durch die mündliche Überlieferung erhalten geblieben ist (als solche vergänglich, denn sie existiert ja nur während der eigentlichen Aufführung), auf der gleichen Ebene gewürdigt, wie andere großartige Meisterwerke der Weltkultur – Städte, Tempel, Paläste, architektonische Anlagen –, die die Menschheit im Laufe ihrer Geschichte geschaffen hat.

All diejenigen, die wir größte Bewunderung für das “Misteri d’Elx” empfinden, erfüllt diese von einer so respektablen internationalen Organisation verliehene Auszeichnung mit großer Freude und Genugtuung, denn sie bedeutet schließlich auch eine erstmalige Gleichstellung von “materiellem” und “immateriellem” Kulturgut und die volle Anerkennung des künstlerischen und geistigen Wertes immaterieller Weltkulturgüter, zu denen die Musik als eines der universellsten und außerordentlichsten zählt. Somit wollen wir mit dieser Aufzeichnung die Menschen von Elx ehren und würdigen, die Mitglieder der Capilla und das Patronat del Misteri, die mit so viel Liebe, Einsatz, Verständnis und Selbstlosigkeit Jahr für Jahr dieses Werk künstlerisch und geistig wieder lebendig werden lassen.

JORDI SAVALL
Wien, 26. März 2004