• VILLANCICOS Y DANZAS CRIOLLAS (1550-1750)
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VILLANCICOS Y DANZAS CRIOLLAS (1550-1750)
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Reference: AV9834

  • La Capella Reial de Catalunya
  • Hespèrion XXI
  • Jordi Savall

De la Iberia Antigua al Nuevo Mundo (1550-1750)

Begegnung mit Musikstilen und Kulturen der Iberischen Halbinsel und Lateinamerikas

Bei der Auswahl der repräsentativsten Musikstücke für diese faszinierende musikalische Reise durch die Neue Welt “Hommage an die Vermischung von Musikstilen: Begegnung mit Musikstilen und Kulturen der Iberischen Halbinsel und Lateinamerikas” bestimmte der im Titel ausgedrückte Grundgedanke den Inhalt dieser Aufnahme. Gleichzeitig will unsere Interpretation eine Hommage an die Musiker dieser Länder sein, denen es gelungen ist, uralte Sprachen und Traditionen bis in die heutige Zeit lebendig zu erhalten, sowie an jene Wissenschaftler, die zur Kenntnis eines der reichsten musikalischen Vermächtnisse der Menschheit soviel beigetragen haben, (namentlich Robert Stevenson und Samuel Claro, die für die Veröffentlichung der ersten Anthologien in den Jahren 1974-1975 verantwortlich zeichnen).

Zusätzliche Informationen
Intèrprets

La Capella Reial de Catalunya
(Montserrat Figueras, Adriana Fernández, Marisa Vila, sopranos
Maite Arruabarrena, Rosa Domínguez, mezzo-sopranos
Carlos Mena, Josep Hernández, contreténors
Lambert Climent, Francesc Garrigosa, Lluís Vilamajó, Miguel Bernal, ténors
Furio Zanasi, Jordi Ricart, barytons
Ivan García, Daniele Carnovich, basses)
Hespèrion XXI
Direction Jordi Savall

Informació

Data i lloc de gravació : a la Col·legiata del Castell de Cardona (Catalunya) del 10 al 13 desembre 2001, 5 novembre 2002 i 8 i 9 gener 2003

Llista de Temes

Villancicos Cortesanos y Coloniales (1550-1750)

Juan de Arañés (?-1649)
Chacona : A la vida bona (Libro segundo de tonos y villancicos, Roma, 1624 / Ibérico)
Anónimo (Improvisación)
Danza del Hacha (Instrumental. Improvisación sobre el Tema de Antonio Martin y Coll Huerto Ameno de Varias Flores, Madrid, 1709 / Ibérico)
Pedro Guerrero (?-v.1520)
Moresca : Di Perra Mora (Cancionero de Medinaceli mss. 13231 / Ibérico)
Mateo Flecha (1491-1553)
Negrilla a 4 : San Sabeya gugurumbé (Las Ensaladas, Praga, 1581 / Ibérico)
Juan Pérez Bocanegra
Ritual formulario : Hanacpachap cussicuinin (Gerónimo de Contreras, 1631 / Lima)
Anónimo (Improvisación)
Jota (arpa & perc.) (Improvisación sobre el Tema del Códice Saldivar / México)
Juan Hidalgo (1612-1685)
Tono humano : Ay que me río de amor (Madrid, BN, Ms.380/824a / Ibérico)
Gaspar Fernandes (1570-1629)
Mestizo e Indio : Tleycantimo choquiliya (Catedral Oachaca / Oaxaca)
Frei Filipe da Madre de Deus (v.1630-1690)
Negro a 5 : Antonia Flaciquia Gasipà (Archivo Capitular, 1704 / Guatemala)
Anónimo (Improvisation)
Cachua (Instrumental / Improvisación sobre la melodia recogida por Baltasar Martínez Compañón, obispo de la diócesis de Trujillo / Perú)
Tomás de Torrejón y Velasco (v.1644-1728)
Rorro : Desvelado dueño mio (Archivo del Seminario de San Antonio Abad, en el Cuzco / Cuzco)
Juan Gutiérrez de Padilla (1590-1664)
Negrilla : A siolo flasiquiy (Puebla, Catedral, 1653 / Puebla)
Melchor de Torres y Portugal (XVIe s.)
Juguete : Un juguetico de fuego (Archivo del Seminario de San Antonio Abad / Cuzco)
Juan García de Zéspedes (v.1619-1678)
Juguete a 4 : Convidando esta la noche
Guaracha : Ay que me abraso (México, Coll. priv. Dr. Gabriel Saldivar y Silva / México)
Joan Cererols (1618-1676)
Villancico a 8 : Serafín que con dulce (Biblioteca de Catalunya, Ms.748, Barcelona / Montserrat)

Categoria

Catàleg complet

Beschreibung

Begegnung mit Musikstilen und Kulturen der Iberischen Halbinsel und Lateinamerikas

Bei der Auswahl der repräsentativsten Musikstücke für diese faszinierende musikalische Reise durch die Neue Welt “Hommage an die Vermischung von Musikstilen: Begegnung mit Musikstilen und Kulturen der Iberischen Halbinsel und Lateinamerikas” bestimmte der im Titel ausgedrückte Grundgedanke den Inhalt dieser Aufnahme. Gleichzeitig will unsere Interpretation eine Hommage an die Musiker dieser Länder sein, denen es gelungen ist, uralte Sprachen und Traditionen bis in die heutige Zeit lebendig zu erhalten, sowie an jene Wissenschaftler, die zur Kenntnis eines der reichsten musikalischen Vermächtnisse der Menschheit soviel beigetragen haben, (namentlich Robert Stevenson und Samuel Claro, die für die Veröffentlichung der ersten Anthologien in den Jahren 1974-1975 verantwortlich zeichnen). Nach einem langwierigen Auswahlprozess setzten sich schließlich das Programm Villancicos y Danzas Criollas als erste Auswahl dieser wunderbaren “Begegnung von Musikstilen und Kulturen” durch, die schon immer eines der wertvollsten und beständigsten Merkmale der spanischen und lateinamerikanischen Musikgeschichte waren; sowohl wegen des geschichtlichen Kontextes (die Präsenz, der Kontakt und das Zusammenleben vielfältiger Kulturen begann bereits im frühen Mittelalter und entwickelte sich stetig weiter), als auch wegen ihrer grundlegenden Bedeutung im Alltagsleben und quer durch alle Gesellschaftsschichten (die verschiedenen Musikstile des Volkes wurden auch bei Hofe und von der Kirche akzeptiert und geschätzt), basiert die Vermischung von Musikstilen auf Respekt, Toleranz, Akzeptanz und vor allem auf der Gleichstellung der unterschiedlichen Völker und Kulturen. Obwohl wir nicht vergessen sollten, dass es bei den Begegnungen unterschiedlicher Kulturen und Zivilisationen auch Zusammenstöße von großer Gewalttätigkeit und Ungerechtigkeit gegeben hat, so belegen gleichzeitig die Schönheit, die Qualität und die Ursprünglichkeit der überlieferten musikalischen Zeugnisse die überragenden Fähigkeiten dieser Musiker aus jenen längst vergangenen Tagen, die die Musik in eine wunderbare Mittlerin zwischen den entlegensten Völkern zu verwandeln wussten, um uns so eine ausdrucksvolle Botschaft von Zusammenleben und Menschlichkeit zu übermitteln. Als Lob auf die Verbindung zwischen den Völkern sind diese “Negrillas und Guarachas, Juguetes und Rorros, Chaconas und Cachuas, Mestizos und Indios”, also diese Villancicos y Danzas Criollas, Gesänge an das Leben, die Liebe und die Freude. Sie bringen uns die lebendige Geschichte jener Frauen und Männer aus der Neuen Welt ein wenig näher und die aus der Erinnerung und der Empfindsamkeit erschaffene Musik will uns zum Träumen bringen und uns eine (Neue) Welt der Harmonie bescheren, die gerechter und menschlicher ist.

JORDI SAVALL
Kyoto, Herbst 2003